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Die JVA in der Schule

Auch in diesem Schuljahr bekam die Friedrich-Dethloff-Schule Besuch aus der JVA Neustrelitz.
Zwei Inhaftierte im Alter von 20 und 24 Jahren und eine Vollzugsbeamte gastierten in den 8. Klassen, um von ihrem vergangenen, heutigen und zukünftigen Leben zu berichten. Die Inhaftierten sind jetzt im offenen Vollzug. Sie erzählten, wie sie auf die schiefe Bahn gerieten. Jahrelange Straftaten, wie gefährliche Körperverletzung und andere Delikte, brachten sie immer wieder vor das Gericht. Die Schüler stellten sehr viele Fragen. Sie erfuhren, wie das Leben hinter Gittern, im geschlossenen und im offenen Vollzug, abläuft. Es gibt dort ganz feste Regeln und einen starren Tagesablauf, woran sich die Inhaftierten halten müssen, sonst gibt es Konsequenzen. Diese können Urlaubskürzungen, Kürzungen des Freiaufenthalts bis zur Zurückversetzung in den geschlossenen Vollzug sein. Für Fernsehen und Handynutzung gibt es feste Zeiten und Konsolen sind gar nicht erlaubt. Vorzüge des für uns normalen Lebens müssen sich erarbeitet werden.
Auch an den Umgangston im Knast mussten sich die Inhaftierten gewöhnen und
Machtkämpfe gehören zur Tagesordnung.
Sehr offen redeten sie darüber, wie wichtig es ihnen ist und wie glücklich sie sind, dass ihre Familien trotz dem Geschehenen hinter ihnen stehen, was nicht immer so war.
Das Leben im Gefängnis ist schlimm und die zwei wollen in ihrer Zukunft alles anders machen, erzählten sie voller Zuversicht. Lehre, Ausbildung und Arbeiten, aber keine Straftaten mehr. Nie wieder wollen sie in den Knast.

Sophie und Jasmine: „Die zwei Stunden waren sehr interessant. Wir konnten viel dazu lernen. Die beiden jungen Männer haben offen über ihr Leben gesprochen und darüber, wie es im Gefängnis ist.“

Doreen Lindner
Schulsozialarbeiterin des CJD Waren (Müritz)
an der RegS „Friedrich Dethloff“ Waren (Müritz)

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